
Spektakulär · 2026 · 3 Minuten Lesezeit
41,5 Millionen Dollar für vier Buchstaben: die Geschichte von .shop
41,5 Millionen Dollar für vier Buchstaben: die Geschichte von .shop
Am 27. Januar 2016 wechselte eine Internet-Endung für 41.501.000 US-Dollar den Besitzer. So viel hatte bis dahin noch niemand für eine neue Domain-Endung geboten. Die Geschichte von .shop.
Auf einen Blick
- 2012 öffnete die ICANN die Bewerbung für neue Endungen
- Sieben Bewerber traten in der Auktion um .shop an
- Zuschlag für GMO Registry: 41,5 Millionen US-Dollar
- Seit September 2016 kann jeder eine .shop-Adresse registrieren
Wie neue Endungen entstehen
Lange gab es im Internet nur eine Handvoll Endungen: .com, .net, .org und die Länderendungen wie .de. Das änderte sich 2012. Die ICANN, die Organisation, die das Namenssystem des Internets verwaltet, öffnete ein Programm für neue Endungen. Unternehmen konnten sich um Begriffe wie .app, .shop oder .berlin bewerben. Allein die Bewerbung kostete 185.000 US-Dollar.
Für besonders begehrte Begriffe gab es mehrere Bewerber. Konnten sie sich nicht einigen, entschied am Ende eine Auktion, die letzte Möglichkeit im Verfahren.
Die Auktion
Um .shop bewarben sich besonders viele. In der Auktion vom 27. Januar 2016 traten sieben Bewerber gegeneinander an. Nach Berichten der Fachpresse waren am Ende nur noch zwei bereit, mehr als 15 Millionen Dollar zu zahlen. Den Zuschlag bekam GMO Registry, eine Tochter der japanischen GMO-Internet-Gruppe, für 41.501.000 US-Dollar.
Das war damals Rekord. Der bisherige Spitzenwert lag bei gut 25 Millionen Dollar, die Google ein Jahr zuvor für .app bezahlt hatte. Fachleute rieben sich die Augen: Lohnt sich so viel Geld für vier Buchstaben? Lange hielt der Rekord nicht. Schon im Sommer 2016 ging .web für 135 Millionen Dollar weg.
Ein Einspruch und dann der Start
Kurz nach der Auktion legte ein unterlegener Bewerber Beschwerde bei der ICANN ein und wollte den Vertrag stoppen. Es half nichts. Im Mai 2016 wurde .shop in das Namenssystem des Internets aufgenommen, und seit September 2016 kann jeder eine .shop-Adresse registrieren.
Warum .shop so begehrt war
Die Antwort steckt im Wort selbst. .shop versteht man in fast jeder Sprache, und es sagt sofort, was einen erwartet: Hier kann man kaufen. Eine Adresse wie maler.shop oder kaffee.shop braucht keine Erklärung. Für den Handel ist das ein seltener Vorteil, denn die kurzen, sprechenden .com- und .de-Adressen sind seit Jahren vergeben.
Was das für Händler heute bedeutet
Gute Branchenbegriffe mit .shop sind inzwischen ebenfalls knapp. Wer eine passende Adresse hat, besitzt etwas, das sich nicht einfach nachbauen lässt. Genau darauf baut mein.shop: Wir haben über Jahre Branchenadressen mit .shop gesammelt und stellen sie Herstellern und Händlern zur Verfügung, zur Miete, als gepachteten Shop oder zum Kauf.
Fazit
41,5 Millionen Dollar für vier Buchstaben klingt verrückt. Doch die Auktion zeigt, wie viel ein guter Name im Netz wert ist. Für einzelne Händler geht es um deutlich kleinere Beträge, die Logik ist dieselbe.
Stand: 2026. Quellen:
- ICANN: Ergebnis der Auktion vom 27.01.2016
- Domain Name Wire: .shop sells for $41.5 million
- Wikipedia: .shop
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